Zweck von Leitungsschutzschaltern (MCBs)

Leitungsschutzschalter / LS-Schalter (Sicherung) - Funktion und Aufbau (Februar 2019).

Anonim

Verwendung von Leitungsschutzschaltern (MCB) - (auf Foto: Acti 9, der neue DIN-Schienen-Leitungsschutzschalter (MCB) von Schneider Electric)

Funktionsprinzip und Design

Leitungsschutzschalter (MCB) dienen in erster Linie dazu, Kabel und Leitungen vor Überlastung ( thermisch ) und Kurzschluss ( elektromagnetisch ) zu schützen. Sie sorgen daher dafür, dass diese elektrischen Betriebsmittel vor einem zu hohen Temperaturanstieg und einer Zerstörung im Falle eines Kurzschlusses geschützt sind.

Leitungsschutzschalter werden in Verteilernetzen in Haushalten und in industriellen Anwendungen verwendet.

Sie erfüllen die Anforderungen für unterschiedliche Anwendungen durch unterschiedliche Bauformen und mit Hilfe eines umfangreichen Zubehörprogramms ( z. B. Hilfs- und Signalkontakte etc. ).

Die strukturelle Form aller Leitungsschutzschalter ist ähnlich. Bestimmte Dimensionen sind durch die Installationsstandards definiert (in einigen Fällen national). Die wesentlichen Unterschiede liegen in den Breiten ( z. B. 12, 5 und 17, 5 mm ) oder Tiefen ( z. B. 68 und 92, 5 mm ).

Das Ausschaltvermögen ist einer der Faktoren, die die Größe bestimmen.

Normen, Auslösecharakteristiken und Nennschaltvermögen

MCBs unterliegen internationalen und nationalen Normen. Die Design- und Testanforderungen sind in der Norm IEC 60898 definiert .

Für die verschiedenen Anwendungen sind drei Auslösecharakteristiken B, C und D in IEC 60898 definiert ( Abbildung 1 ):

Abbildung 1 - Die Auslösekennlinien B, C und D gemäß IEC 60898 unterscheiden sich durch die Auslöseschwelle des Kurzschlussauslösers

Die Auslösekennlinien B, C und D nach IEC 60898 unterscheiden sich durch die Auslöseschwelle des Kurzschlussauslösers

  • Die Auslösecharakteristik B ist das Standardmerkmal für Wandsteckdosen in Haus - und Zweckbauten (I> ≥3

    .

    5 * I e )

  • Die Auslösekennlinie C ist vorteilhaft bei Verwendung von elektrischen Betriebsmitteln mit höheren Einschaltströmen, wie z. B. von Lampen und Motoren (I> ≥5)

    .

    10 * I e )

  • Die Auslösecharakteristik D ist an elektrische Betriebsmittel angepasst, die starke Stromstöße wie Transformatoren, elektromagnetische Ventile oder Kondensatoren (I> ≥10) erzeugen können

    .

    20 * I e )

AC-Leitungsschutzschalter sind normalerweise für einphasige und dreiphasige Versorgungen bis zu einer Nennspannung von 240/415 V und AC-DC- Sicherungsautomaten für direkte Spannungsversorgungen bis zu Nennspannungen von 1 25 V, 220 V oder 440 V geeignet auf der Anzahl der Pole.

Neben der Qualität der Auslösung entsprechend der Auslösekennlinie ist ein Hauptmerkmal von MCBs ihre Nennschaltkapazität. Sie sind Schaltkapazitätsklassen zugeordnet, die die maximale Größe des zu bearbeitenden Kurzschlussstromes anzeigen.

Standardwerte nach IEC 60898 sind 1500, 3000, 4500, 6000, 10000, 20000 und 25000 A.

Bei der Auswahl eines Leitungsschutzschalters zum Schutz von Kabeln und Leitungen sind die zulässigen Durchlass- I 2 · t- Werte für Leiter zu beachten. Sie dürfen beim Löschen eines Kurzschlusses nicht überschritten werden.

Daher sind die I 2 · t- Werte in Bezug auf den prospektiven Kurzschlussstrom eine wichtige Eigenschaft von MCBs.

In einigen Ländern werden Leitungsschutzschalter nach den zulässigen I 2 · t- Werten klassifiziert. Gemäß den " Technischen Anschlussbedingungen " ( TAB ) der deutschen Energieversorger ( EVU ) können beispielsweise aus Gründen der Selektivität in Verteilern von Haushalten nur MCBs mit einer Nennschaltleistung von mindestens 6000 A und die Energiebegrenzungsklasse 3 verwendet werden und Nutzgebäude hinter dem Zähler.

Für industrielle Anwendungen wird normalerweise eine Schaltleistung von 10000 A ( 10 kA ) benötigt.

Installation von Leitungsschutzschaltern, Sicherheitsabstände

MCBs als Komponenten von Installationssystemen sind in der Regel so ausgelegt, dass die Einhaltung der Sicherheitsabstände bei einer systemkonformen Anordnung gewährleistet ist.

Leistungsschalter können bei Kurzschlüssen hohen Spannungen bei hohen Spannungen standhalten.

Abbildung 2 - Die Sicherheitsabstände müssen unbedingt eingehalten werden. Innerhalb der schraffierten Bereiche wie metallische Wände oder unisolierte Leiter dürfen sich keine leitfähigen Teile befinden.

Während des Brechvorgangs wandeln die Kontaktsysteme und Lichtbogenkammern daher große Mengen an Energie in Wärmeenergie um.

Neben hohen Temperaturanstiegen von Bauteilen wie Kontakten, De-Ionen-Platten und Wänden der Kontaktkammern führt die in einen Lichtbogen umgewandelte Energie zu einer Erwärmung der Luft im Kontaktsystem auf mehrere tausend Grad Celsius und damit zur Bildung von ein leitfähiges Plasma. Dieses Plasma wird üblicherweise durch Ausblasöffnungen nach außen abgegeben und darf keine leitfähigen Teile erreichen, um Sekundärkurzschlüsse zu vermeiden.

Für diese Jahreszeit sind Sicherheitsabstände für Leistungsschalter vorgeschrieben ( Abbildung 2 ), in denen sich keine leitfähigen Teile befinden können - zum Beispiel metallische Wände oder nicht isolierte Leiter.

Häufig werden zusätzliche Isolationsbauteile ( Phasentrennwände oder Abdeckungen; teilweise optional ) verwendet. Bei einigen Produkten ist eine zusätzliche Isolierung der angeschlossenen Leiter gemäß den Herstellerangaben erforderlich.

Die Nichteinhaltung der Sicherheitsabstände kann zu Unfällen mit schwersten Folgen führen.

Beispiel: Acti 9 MCB (VIDEO)

Quelle : Allen Bradley - Niederspannungs-Schalt- und Steuergeräte

Verwandte elektrische Anleitungen und Artikel

SUCHE: Artikel, Software und Anleitungen